Der Verband für Medien- und Veranstaltungstechnik

 

 

Sinkende Ausbildungszahlen in der Veranstaltungsbranche

 

Die Corona-Krise hat vielen Unternehmen nicht nur wirtschaftlich geschadet. Einige mussten auch ihre Aktivität in Sachen Ausbildung erheblich reduzieren. Das belegt unsere jüngste VPLT Umfrage aus dem Mai, in der Mitglieder sich zu zukünftigen Ausbildungsplätzen äußerten. Gleichzeitig bestätigen diesen Trend nun Erhebungen der Bundesagentur für Arbeit zum Ausbildungsmarkt 2021.

Zwar sind dort unter dem Berufsbereich "945 Veranstaltungs-, Kamera-, Tontechnik" nicht alle Ausbildungsplätze der Veranstaltungswirtschaft verzeichnet und entsprechen nicht hundertprozentig der Klassifikation unseres Wirtschaftszweigs. Dennoch weisen auch diese Zahlen in eine deutliche Richtung: So verzeichnet die Bundesagentur einen Rückgang von 16,5 Prozent an Bewerbern im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Bewerber, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, also "unversorgt" sind, liegt bei Minus 18,2 Prozent. Unternehmen wiederum haben ihre Ausbildungsstellen um 28,9 Prozent reduziert. Bei ihren unbesetzten Berufsausbildungsstellen gibt es einen Rückgang von einem Drittel.

Kurz: Firmen der Veranstaltungsbranche stellen weniger Ausbildungsplätze zur Verfügung, sie können Stellen nicht besetzen und auch für potentielle Azubis ist eine Bewerbung bei ihnen inzwischen weniger attraktiv geworden.

Hinzu kommt, dass in Deutschland traditionell vor allem kleine und mittelständische Unternehmen Ausbildungsplätze anbieten und diese in unserem Wirtschaftszweig überproportional vertreten sind. Die mangelnde Schulausbildung während der Krise verschärft die Ausbildungssituation neben dem demographischen Wandel zusätzlich. Ausbildung gilt generell als das beste Mittel, um gutes Personal zu entwickeln und als Antwort auf den Fachkräftemangel, mit dem unsere Branche schon länger zu kämpfen hat. Außerdem steigt der Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften in Zeiten von Trends wie Globalisierung und Digitalisierung.

Für uns ist all das Ansporn, in Gesprächen mit der Politik weiter auf Lösungen für bessere Rahmenbedingungen der Ausbildung zu drängen. Die Berufsbilder unserer Branche müssen zukunftssicher in der Gesellschaft, aber vor allem bei jungen Menschen positioniert sein. Denn ohne ausreichend Auszubildende und damit Fachkräfte und passendes Personal können Unternehmen Aufträge nicht erfüllenund das gefährdet wirtschaftlichen Wohlstand. Die aktuellen Zahlen untermauern unsere Argumente für mehr Engagement in diesem Bereich.

In folgender Datei finden Sie eine Übersicht zum Ausbildungsmarkt.

 

Der Ausbildungsmarkt im April
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