Der Verband für Medien- und Veranstaltungstechnik

 

 

PMSE Spektrum Nutzung

 

PMSE Spektrum Nutzung

PMSE Spektrum Nutzung

 Am Freitag den 11.10.2013 fand in Nürnberg im Rahmen der »European Microwave Week« ein vom APWPT organisierter Workshop statt.

Kernthema war die zukünftige Nutzung von Funkstrecken in der Veranstaltungstechnik.

Nach einer Begrüßung durch Wolfgang Bilz (Vice President des APWPT) berichtet Matthias Fehr (President des APWPT) über den heutigen Stand der Frequenzvergabe und Frequenzmessung. Der APWPT versucht auf möglichst vielen Großveranstaltungen akkreditiert zu werden, um Messungen zur Spectrumsnutzung durchzuführen. Beispielhaft werden die Messungen während des Europian Song Contest erläutert und festgestellt das für Großveranstaltungen immer mehr Frequenzen benötigt werden. Frequenzen für Sprache, Gesang, In-Ear Monitoring, Intercom, Kameras, Licht-, Show und Effekt-Control Systeme.

Anschließend folgte ein interessanter Beitrag von Andreas Stöckle von der Uni Erlangen-Nürnberg. Hier ging es um spezielle Antennentechnik zum Messen von PMSE Frequenzen.

Weiter ging es mit Norbert Hilbich, »Head of Application Engineering« bei Sennheiser. In dem Beitrag gab es viele Frequenztabellen zu sehen und die Erläuterungen zur Spektrum Nutzung. Spätestens jetzt ist allen Teilnehmern des Workshops klar, dass es immer enger im Frequenzband zwischen 470 und 862 MHz wird. Sicherheitsdienste, TV und Radiosender, die Veranstaltungsbranche und die Mobilfunker benötigen hier immer mehr Bandbreite. Wer kann bleiben? Wer muss abgeben? Welche Konsequenzen ergeben sich?

Wenn sich viele um die verbliebenen Frequenzen bemühen, wird es in Zukunft nicht ausbleiben, dass aus nicht genehmigter Nutzung oder der Störung Dritter, Rechtsstreitigkeiten entstehen. Hierzu gab es einen Beitrag von Rechtsanwalt Sebastian Schweda vom Institute of European Media Law.

Als nächstes konnten die Workshop-Teilnehmer Informationen von Rainer Wegner (Bundeswirtschaftsministerium) zum Thema zukünftige Erfordernisse an das 700-MHz-Band und zu aktuellen Beratungen erhalten.

Danach gab es einen visionären Blick in die Zukunft. Professor Georg Fischer, Chairman des ETSI plädiert dafür das Frequenzspektrum anders als bisher zu nutzen. Durch das Moorsche Gesetz wissen die Teilnehmer jetzt, dass sich die Veranstaltungsbranche zur sicheren Nutzung der noch freien Frequenzen besser vernetzen muss. Auch die Hersteller von Eventtechnik jeglicher Art sind hier gefordert.

Im Anschluss daran verlass Norbert Hilbich eine abschließende Erklärung von Dre Klaassen (President des APWPT).

Direkt danach ging es in Fachgespräche mit allen Beteiligten.

 

Informationen zum Workshop finden Sie auf der APWPT-Webseite im VPLT-Wiki und unter diesem Link.

 

drs