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Neuregelung der neuen VVnömL

 

Die Bundesnetzagentur hat die neue Version der Verwaltungsvorschriften für Frequenzzuteilungen im nichtöffentlichen mobilen Landfunk (VVnömL) ins Netz gestellt. Die Kategorisierung der Nutzergruppen „Rundfunk“, „Professionelle drahtlose Produktion“ und „Ortsgebundene Nutzung“ wird weitgehend aufgelöst. Stattdessen werden nur noch Anwendungen aus „Rundfunk“ und „Professionelle drahtlose Produktion“ benannt. Mit wenigen Ausnahmen im VHF-Bereich werden diese Anwendungen gleich behandelt.

Professionelle Nutzer können ab sofort Anträge auf Frequenzen aus dem Spektrum 470-608 sowie 614-790 MHz an die Bundesnetzagentur stellen.

Damit ist die Einschränkung für „Professionelle drahtlose Produktion“ auf den Frequenzbereich 710-790 MHz entfallen. Zuteilungen werden in Zukunft bedarfsorientiert vergeben. Einzel-Frequenzen, Frequenzpakete oder Frequenzbereiche werden je nach Einsatzort(en) und Flexibilitätsbedarf zugeteilt.

Allerdings: die Frequenz-Koordination vor Ort wird noch wichtiger als bisher – besonders für Anwender aus der bisherigen Nutzgruppe „Rundfunk“.

Da das nutzbare Spektrum zwischen 606-608 MHz um 2 MHz vergrößert wird, gibt es einen etwas größeren Freiheitsgrad gegenüber der bisherigen Regelung.

Für Abänderungen bisheriger Frequenzurkunden wird eine Gebühr von € 60,00 von der Bundesnetzagentur verlangt.

Trotz dieser vermutlichen „Erleichterung“ sagt Matthias Fehr, Präsident des APWPT e.V.: „Die Öffnung der Frequenzen erfolge vornehmlich, um den 700 MHz-Bereich an IMT abtreten zu können. Ob und wann eine solche Umsetzung stattfinden kann, wird frühestens im September entschieden. Von der Bundesregierung gib es hierzu erheblichen Druck. Ihr Ziel ist eine 700 MHz-Versteigerung im Frühjahr 2015.“

Der Link der Bundesnetzagentur

Quellen: Bundesnetzagentur/Sennheiser Vertrieb und Service GmbH und Co. KG; Sebastian Schull