Der Verband für Medien- und Veranstaltungstechnik

 

 

Mitgliedertreffen in Dortmund zur Best of Events

 

 

Das VPLT-Mitgliedertreffen am 16. Januar war gut besucht. Der Einladung des VPLT folgten rd. 30 Mitglieder. Nach kurzer Vorstellung und Einleitung ging es direkt über zu drei Gesprächstischen – Legal (Martina Fritz/DPVT & Randell Greenlee), Social (Linda Residovic & Sacha Ritter) und Economics (Anke Lohmann/DEAplus & Tommy Neumann). 

Die neue Idee dahinter: Vielfältige Themen in kleinem Kreis mit kompetenten Ansprechpartnern aus VPLT und seinen Töchtern im Rahmen eines „Open Space“ diskutieren zu können. Eine Methode der Großgruppenmoderation, welche von inhaltlicher Offenheit geprägt ist. So wurden einige Themen vorab ins Plenum gegeben und dazu in flexiblen Arbeits- und Gesprächsgruppen Inhalte gesammelt.

Die Teilnehmenden nahmen dieses Angebot sofort und sehr aktiv an.

Am Tisch Legal wurden diverse Punkte zu wirtschaftlichen und internationalen Angelegenheiten besprochen, wie z.B. die Digitaldividende 3. Mit den Erfahrungen aus der WRC 2012 und 2015 müssen wir davon ausgehen, dass unsere drahtlosen Produktionswerkzeuge weiter eingeschränkt werden. APWPT diskutiert seit Monaten mit Funkverwaltungen in verschiedenen Ländern, wie Brancheninteressen im Rahmen der WRC 2019 und 2023 eingebracht und gesichert werden können. Auf der PLS 2019 wird es dazu gemeinsam mit der APWPT in der Halle 4.1 gemeinsame Aktivitäten geben. Die Sachinformation für und das Gespräch mit der Politik ist der Fokus. 

Auch das neue Konzept der Prolight + Sound 2019 wurde thematisiert. An der Seite der Messe hat der VPLT als ideeller Partner bereits viele neue Ideen mitgelebt. Ein ständiger Wandel ist gerade im Messegeschäft zu berücksichtigen. Das Zusammenspiel Messe & Verband hat sich bisher bewährt.

Gesprächsthema war auch die DPVT als Zertifizierungsstelle. Kritisch wurde angemerkt, dass weiterhin Ungerechtigkeit bei der Vergabe herrscht – Preis statt Qualität entscheidet. 

Mit Hilfe der DPVT wird eine Kultur für Qualitätsstandards etabliert. Diese setzten sich langsam aber stetig durch. So ist es inzwischen üblich, sich durch die Einhaltung von Qualitäts – und Sicherheitszielen von anderen Anbietern abzuheben.   

Verbandsarbeit lohnt sich! 

Als aktuelles positives Beispiel berichtet Randell Greenlee den Mitgliedern von unseren Bemühungen zur Ecodesign Richtlinie.

Der VPLT konnte als Interessenvertreter für die ganze Branche wichtige Forderungen durchsetzen, sodass kleine wie mittelständische Unternehmen auch nach dem 20. September 2021 weiterhin Leuchtmittel für ihre Stufenlinsenscheinwerfer am Markt kaufen können.

Am Thementisch Economics beschäftigten sich die Teilnehmenden mit dem Thema Education/Bildung. Die europäischen Bildungsprojekte Erasmus+, von der DEAplus und dem VPLT im vergangenen Jahr durchgeführt, wurden hier näher erklärt. Der transnationale Fachkräfteaustausch im Projekt ETonTour https://etontour.eu/ und die Schulung und Umsetzung von step2mice https://step2mice.eu/ wurden näher beleuchtet.

Nach der Vorstellung der Projekte kam es zu einem intensiven Dialog über Erfahrungen aus der Beschäftigung von Flüchtlingen und Migranten. Es wurde besonders über die Herausforderungen und Chancen diskutiert.

Die Ansätze des Integrationsprojektes step2mice wurden aufgenommen und Möglichkeiten diskutiert die Zielgruppe weiter zu fassen, beispielsweise „Spätstartern“ und „Quereinsteigern“ einen niederschwelligen Weg in die Branche zu ebnen.

Niederschwelliger Zugang in die Branche und noch nicht erreichte Volljährigkeit wurden angesprochen.  Überbetriebliche Ausbildung war ein weiterer Aspekt, der diese Gesprächsrunde bewegte. 

Ein weiteres Gesprächsthema war die neue Ausbildungsverordnung zu Fachkraft für Veranstaltungstechnik. Die Schilderung der Situation insbesondere in Berlin und Ungereimtheiten in der Prüfungsordnung / Prüfungen, wurden zur Sprache gebracht. Ganz klar ein wichtiges Anliegen für den Verband. 

Wann ist ein Branchenstandard sinnvoll? Wie kann man mitwirken? Möglichkeiten und Chancen bei der Erstellung von Branchenstandards waren ebenfalls ein spannendes Thema.  

Der Vorschlag aus der Runde, für alle an einer Produktion und Veranstaltung beteiligten Personen eine Art „Sicherheitspass“ zu schaffen, wurde heftig diskutiert. Dieses verpflichtend umzusetzen, stellt eine branchenübergreifende Herausforderung für die Zukunft dar. Das Projekt ETTE oder auch der englische Safety Passport geben hier gute Ansätze vor, wie eine allgemein verpflichtende Unterweisung / Schulung angegangen werden könnte.  

Der Wunsch nach Informationen über die Verbandsarbeit des VPLT war ein sich wiederholender Aspekt. Auch über die Möglichkeiten, sich in Fachgruppen aktiv zu engagieren, fehlte einigen das Wissen. Wer kann/darf sich beteiligen und wer sind die Ansprechpartner? Aber auch über die Inhalte wird mehr Transparenz und die entsprechende Information in den VPLT Medien gefordert.

„Wir haben dieses Anliegen wahrgenommen und arbeiten daran, Wissenswertes für unsere Mitglieder gezielter und deutlicher zu kommunizieren.Sollten jedoch Unklarheiten bestehen oder auftreten, ist die Kontaktaufnahme zum VPLT einfach: Anrufen oder schreiben. Bei Fragen bemühen wir uns immer gerne um Aufklärung.“ ~ Linda Residovic

Social – Hier trafen sich Hersteller und Dienstleister am Tisch.  

Allgemein herrschte Zufriedenheit mit der Arbeit des Verbandes. Großes Interesse an Stammtischen und Regionaltreffen konnte wahrgenommen werden. Es wurde deutlich, dass der direkte und regelmäßige “Face2Face” Kontakt gerne gesehen wird. Auch in dieser Gruppe wurde darum gebeten, die Gremiumsarbeit stärker zu bewerben, da der Wille zur Teilnahme vorhanden sei. Der Wunsch nach einem Dialogtreffen für Hersteller wurde als sinnvoll erachtet sowie der Kontakt zu Fachplanern von Vorteil wäre.

Mehr Nähe von Herstellern zu Dienstleistern über den Verbandsweg war ein mehrfach geäußertes Anliegen. Z.B. im Rahmen des VPLTInSide bzw. zur Jahreshauptversammlung des Verbandes.

Informationen aus Magazin und Inside aufbereitet und schnell abrufbar zur Verfügung stellen, ging an die Adresse VPLT. Die sich im Prozess befindende Kommunikationsstrategie und der Relaunch der Website sind eine Antwort. Auch sollte im Rahmen einer Mitgliederbefragung die dringendsten Bedürfnisse der unterschiedlichen Mitgliedergruppen erfragt werden.

Neben den verschiedenen Gesprächstischen wurde die Möglichkeit, sich mit Fragen auch direkt an den Vorstand zu wenden, vielfach genutzt. Der Vorstand, vertreten durch Hans-Wilhelm Flegel, Alfred Rogacki jun. und Wolfgang Schöpe waren da, um Rede und Antwort zu stehen. 

Für Fragen zur Lohn- und Gehaltsstudie – Ablauf und Vorteile aus Unternehmersicht – standen unsere Geschäftsführerin Linda Residovic und Thorsten Geißler von PCS bereit. 

„Abschließend können wir von einem wirklich erfolgreichen Mitgliedertreffen sprechen. Das Konzept eines OpenSpace in Form der Gesprächstische kam bei allen Teilnehmern sehr gut an. Das nehmen wir dankend entgegen und arbeiten weiter daran, unsere Mitglieder auf dem Laufenden zu halten, nah dran und offen für Neues zu sein. Herzlichen Dank an alle Teilnehmer dieses Mitgliedertreffens in Dortmund.“~ Linda Residovic