Der Verband für Medien- und Veranstaltungstechnik

 

 

Aufgabenfelder eines Wirtschaftsverbandes

 

Ein Wirtschaftsverband setzt sich nicht nur für die Interessen seiner Mitglieder ein, sondern versucht außerdem, optimale Rahmenbedingungen für die gesamte Branche zu ermöglichen. Mit politischer Lobbyarbeit bei staatlichen Stellen sowie bei der Mitwirkung und Erarbeitung von gemeinsamen und sinnvollen technischen und rechtlichen Standards ist der VPLT – in Deutschland sowie in der EU – eine der wenigen Institution, die den freien Markt der Medien- und Veranstaltungstechnik ständig im Blick hat. Darüber hinaus nutzt der VPLT seine Verbindungen zu Spitzenverbänden und anderen Akteuren der Branche, um noch mehr für unsere – noch relativ junge Branche – zu erreichen.

Um für einen Markt tätig zu sein, muss man ihn kennen. Aus diesem Grund hat der VPLT in den vergangenen Jahren einiges unternommen, um verlässliche Zahlen und Parameter des Marktes zu ermitteln. Die GfK-Studie Medien- und Veranstaltungstechnik: Strukturen, Erwartungen und Trends sowie die Studie zu branchenüblichen Lohn- und Gehaltsstrukturen für die Medien- und Veranstaltungstechnik waren umfangreiche Vorhaben.

Die Zusammenarbeit mit der Messe Frankfurt Exhibition GmbH bietet noch zusätzliche Einblicke in das weltweite Marktgeschehen. Europäische Bildungsprojekte sorgen für eine zunehmende Transparenz und Übersicht im Bildungsbereich. Die Untersuchungen und das Sondieren der Ergebnisse sind nicht nur für die interne Positionierung von großer Bedeutung: Für die politische Lobbyarbeit sind Zahlen ein unerlässliches Instrument bei der Überzeugungsarbeit.

Der VPLT darf aber den Markt nicht regulieren. Das ist verboten – nicht nur nach den Gesetzen der Bundesrepublik Deutschlands und der EU sondern auch nach den Regeln der wirtschaftlichen Vernunft. Er kann aber mit Sachkenntnis und einer kontinuierlich beharrlichen Tätigkeit in den wichtigen Themenfeldern Bildung, Recht, Arbeitsmarktpolitik und internationalen Beziehungen nicht nur die Interessen seiner Mitglieder vertreten, sondern auch Rahmenbedingungen und Lösungsvorschlägen für einen funktionierenden, besseren und fairen Markt entwickeln.

Er kann durch eine offene und zielgerichtete Kommunikation Mitgliedern und allen anderen Marktteilnehmern Wichtiges über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unserer Branche vermitteln. Dabei ist das Ringen um die richtige politische Ausrichtung und die passenden Maßnahmen nie einfach. Der VPLT muss sowohl alle Interessen seiner heterogenen Mitgliedschaft berücksichtigen, als auch die Durchsetzbarkeit der Forderungen einschätzen. Da die Marktmechanismen in unserer Branche vielfältig, veränderlich und kompliziert sind, muss der Verband behutsam vorgehen.

Der VPLT hat sich in den vergangenen Jahren durch neue Strukturen in der Geschäftsstelle und mit erweiterten Arbeitsfeldern gut für diese vielfältigen Aufgaben aufgestellt. Dies war aber auch nur möglich, weil Mitglieder durch die Wahl von entsprechenden Vorstandsmitgliedern diesen Weg bestimmt haben. Der VPLT ist immer nur so stark, wie seine Mitglieder es sind. Gemeinsam haben und werden wir noch viel erreichen.

Randell Greenlee ist VPLT Bereichsleiter für Politik & Internationales